Nach vielen interessanten und ereignisreichen Treffen, stand nun die Abschlussfahrt des Erasmusprojektes nach Frankreich an.

Am 8. April 2018 stiegen wir, elf Schüler des Richard-Wossidlo-Gymnasiums mit Frau Voll und Frau Spiegelberg, in den Zug. Nach 13 Stunden Fahrt kamen wir in Tourcoing an. Die Stadt liegt im Nordosten Frankreichs, nahe an der Grenze zu Belgien. 
Nach dem ersten gemütlichen Abend in unseren Gastfamilien trafen sich alle Schüler des Projektes am Montag in der Schule „Marie Noël“. Nach einer Führung innerhalb der Schule begann die Ralley in Tourcoing, um die Stadt besser kennenzulernen. Gemeinsam beendeten wir den ersten Tag im Rathaus, wo wir den Bürgermeister trafen.
Am Dienstag kamen wir nach einer lauten und temperamentvollen Busfahrt in Brügge, einer belgischen Stadt an. Dieser von alten Bauwerken und Kanälen geprägte Ort faszinierte uns alle und wird uns als schöner gemeinsamer Tag mit tollem Wetter in Erinnerung bleiben.
Die zwei darauffolgenden Tage verbrachten wir überwiegend in der Schule.  Hier drehte  sich alles  um das große Thema: „Inclusion – together we make a difference“. Ausgerüstet mit Rollstühlen und Blindenstöcken arbeiteten wir gemeinsam an verschiedenen Projekten. Zwei Vertreter jedes Landes fuhren mit den französischen Lehrerinnen in ein Tonstudio, um die Geschichte „Four Little Corners“ als Hörbuch in der jeweiligen Muttersprache aufzuzeichnen. Diese Projektphase beendeten wir am Donnerstag mit einer Teerunde und selbstgemachten Crêpes. Am Mittwoch fuhren wir zusätzlich nach Croix in die Villa Cavroix, die uns mit ihrer Innen- und Außeneinrichtung im Bauhausstil faszinierte.
Der letzte Tag nahte. Am Freitag trafen wir uns alle in Lille, der nächstgelegenen größeren Stadt. Hier erlebten wir vor dem Mittagessen eine Stadtrundfahrt mit dem Bus und danach einen freien Nachmittag in Lille. Am Abend kamen die ersten Abschiedsstimmungen in unsere Köpfe. Wir trafen uns alle zum Abschluss in der Schule, erhielten unsere Zertifikate und feierten. Es war der Abend, an dem sich alle zum letzten Mal sahen und an dem dieses Erasmusprojekt endete.
Der Abreisetag verlief von Anfang an turbulent. Wir standen alle versammelt mit unseren Gastfamilien auf dem Bahnhof, als die Durchsage kam, dass unser Zug ausfällt. Der Abschied war dementsprechend kurz, aber trotzdem bleibt er uns fest in Erinnerung. Wir fuhren in Taxis nach Brüssel, wo wir glücklicherweise unseren Anschlusszug schafften.

Um 21:21 Uhr kamen wir alle glücklich und erschöpft auf dem Ribnitzer Bahnhof an, verabschiedeten uns voneinander und fuhren mit neuen Erfahrungen und Erinnerungen aus unserer gemeinsamen Woche in Frankreich nach Hause.

Carolin