Am 20.12.2016 besuchten wir, die Klasse 10/1, die ehemalige Untersuchungshaftanstalt der Stasi in Rostock. Damals konnten etwa 110 Frauen und Männer gleichzeitig in ca. 50 Zellen inhaftiert werden. Die meisten wurden aus politischen Gründen in die Untersuchungshaftanstalt gebracht.

Die heutige Dokumentations- und Gedenkstätte verschaffte uns einen Einblick in das Leben der 4900 Untersuchungshäftlinge, die von 1960 bis 1989 leidvolle Wochen und Monate an diesem Ort durchlebten.

In 6 Gruppen erkundeten wir die verschiedensten Plätze, an denen auch die Untersuchungshäftlinge vor rund 50 Jahren ihre Zeit verbrachten. Dazu gehörten der Zellentrakt, der sogenannte „Freihof“, die „Dunkelzellen“ oder der Gefangenentransportwagen.

Besonders schockierte uns die komplette Überwachung der Häftlinge. Zum Beispiel leuchtete immer eine Lampe in der Einfahrt, wenn Häftlinge im „Freihof“ waren, damit ankommende Fahrer wussten, dass sie leise sein müssen. Es bestand die Gefahr, dass ein Häftling irgendwelche Informationen mitbekam  und das sollte vermieden werden.

Auch Bestrafungen gehörten zum Leben der Häftlinge. Wer dabei erwischt wurde, Kontakt zu anderen Häftlingen aufzunehmen, kam wenige Tage in die Dunkelkammer, in der er unregelmäßig Brot und Wasser bekam.

Für uns war es ein sehr spannender und aufschlussreicher Tag.

Wir bedanken uns für die nette Betreuung und die zahlreichen Informationen.