Am 13.06.2017 trafen wir uns mit 17 Schülern der Rosenhof-Schule bei uns, um ihnen die Schule etwas näher zu bringen und ein wenig Sport zu treiben.

Um 12:30 hießen wir sie im Atrium willkommen und starteten unseren Schulrundgang, auf dem wir ihnen ein paar wichtige Räume zeigten.

Nachdem wir die Führung beendet hatten, machten wir uns auf den Weg zur Sporthalle um dort gemeinsam das bereits vorbereitete Quiz auszufüllen.

Danach machten wir ein paar Sportspiele und ehrten die besten Teilnehmer, die Urkunden und  kleinere Preise erhielten.

Am Freitag, den 9. Juni 2017 unternahmen wir, die Jahrgangsstufe 9, einen Ausflug zum ehemaligen Konzentrationslager nach Sachsenhausen. Alle Schüler trafen sich an der Schule, wo schon der Bus wartete. Aufgeteilt auf zwei Busse, begann unsere Fahrt um 7.45 Uhr. Nach etwa drei Stunden erreichten wir Sachsenhausen. Auch dort wurden wir klassenweise aufgeteilt. Jede Klasse erhielt nun eine äußerst interessante Führung durch das Konzentrationslager. Auch die Baracken der früheren Häftlinge konnten wir uns genauer anschauen. Unsere Gruppenleiterin erzählte uns, dass 146 Häftlinge pro Baracke hausten.

Nach unserem Rundgang erhielten wir die Aufgabe, uns vorerst in Gruppen von 2-3 Schülern aufzuteilen. Jede der Gruppen suchte sich eines, der von der Gruppenleiterin vorgegeben Themen aus. Es waren Themen, wie zum Beispiel die medizinische Versorgung, die Häftlingsgesellschaft oder die Station Z. Über diese Gebiete galt es, die Mitschüler zu informieren. Dazu hatten wir die Möglichkeit uns noch einmal auf dem Gelände umzusehen und Wissenswertes zu erlesen. Außerdem konnten wir die dafür vorgesehenen Computer nutzen, um uns ebenfalls etwas für unsere Präsentation für die Mitschüler anzueignen. Nachdem nun alle Themen präsentiert waren, machten sich alle drei 9. Klassen auf den Weg zur Station Z. Dort standen die Verbrennungsöfen und es ist jetzt eine Gedenkstätte. Dort legten wir, zu Ehren der Opfer, einen Blumenstrauß nieder.

Nach einem anstrengenden und interessanten Tag, versammelten sich alle erneut bei den Bussen, um die Rückfahrt anzutreten. Um 15.10 Uhr fuhren wir los und verließen Sachsenhausen. Nach einer weiteren dreistündigen Busfahrt erreichten wir unsere Schule gegen 18.00 Uhr.

Seit einem Jahr arbeiten Lucie Löber, Nelli Stabel und Anna Fröhlich zusammen mit SchülerInnen aus dem ganzen Landkreis intensiv am Thema demografischer Wandel. Unser Heimatlandkreis Vorpommern-Rügen ist deutschlandweit einer der Landkreise die vom demografischen Wandel am stärksten betroffen sind.

Um zu erfahren was die Jugendlichen bräuchten, um in der Region zu bleiben oder zumindest wieder zurück zu kommen veranstaltete die Leuphana Lüneburg Demografiewerkstätten, finanziert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In diesem Ministerium gibt es die Arbeitsgruppe „Jugend gestaltet Zukunft“, welche die Sichtweisen und Stimmen der Jugendlichen in die Demografiestrategie der Bundesregierung einbringen wird.

Doch wie sah das ganze praktisch aus?

Zunächst wurden die die Schülerinnen über das Thema „Demografischer Wandel“ informiert und erstellten Übersichten über die Stärken und Schwächen des Landkreises(mangelnde Mobilität, wenig bezahlbarer Wohnraum, schlecht bezahlte Stellen etc . gegen zum Beispiel eine unvergleichliche Natur). Daraus erarbeiteten sie Handlungsansätze und Lösungsvorschläge für die Region.

An diesen Ideen wurde kontinuierlich weitergearbeitet. Jugendbeteiligung muss Ernstcharakter haben: Aus diesem Grund fand ein Dialog zwischen den SchülerInnen und den politisch Verantwortlichen vor Ort statt. Die Vorstellungen wurden auch bei dem dritten Demografiegipfel der Bundesregierung durch die SchülerInnen in Berlin präsentiert.

Das Projekt hat seinen Abschluss nun am Wochenende vom 12.-14.05.2017 in Zingst gefunden. Alle Ergebnisse wurden noch einmal zusammengetragen, Ideen wurden zu konkreten Forderungen, die in einem Katalog an die zuständigen Stellen weitergeleitet werden.

Das Projekt vermittelte den Jugendlichen das Gefühl wirklich eine Stimme zu haben und etwas bewegen zu können. Keiner weiß besser als die jungen Menschen der Region, was fehlt, um die Jugend hier zu halten. Alles in allem ein wirklich tolles Jugendbeteiligungsprojekt, dass neben viel Arbeit auch viel Spaß bedeutet hat.

Das Projekt „Jugend-Demografie-Dialog“ wird vom Team der Leuphana Universität Lüneburg bis Mitte 2017 in vier Landkreisen durchgeführt worden sein (Friesland, Kyffhäuserkreis, Lichtenfels, Vorpommern-Rügen).