Unser mittelalterlicher Projekttag

In der Mitte des Monats November begannen die Vorbereitungen für einen besonderen Projekttag: wir, die Klasse 11/2, holten für die Schüler zweier 7. Klassen eine längst vergangene und doch hoch interessante Zeit zurück: das Mittelalter.

Diesen Vorschlag von Frau Kuprat, welche Geschichtslehrerin für beide Jahrgänge ist, nahmen wir mit Freude und Begeisterung an und stürzten uns gleich in die Vorbereitungen für das abwechslungsreiche Projekt.  Viele Fragen waren zu klären: Welche Themen waren zu bearbeiten? Wie lehrt man das Wissen in einem zugleich einfachen und interessanten Weg? Welche Unterhaltungsmöglichkeiten gibt es? Spiele? Diskussionen? Basteln? Schließlich kamen viele verschiedene Anregungen zusammen, aus welchen wir Antworten und Idee schöpften und unser großes Projekt formten. Von der Religion über Ritter und Schmuck, bis hin zum Alltagsleben mit Medizin und der Hexenverbrennung war alles vertreten. Für die Themen war nun also gesorgt, doch was war mit dem Spiel? Jede Themengruppe überlegte sich spannende Methoden für noch mehr Spaß.

Am 21.12.2010 war der Tag gekommen. Der Anfang war mit Nervosität gefüllt, doch durch das Reden, das Lachen und somit auch durch den vielen Spaß wurde die Situation sehr aufgelockert. Am Projekttag entstanden durch die Schüler der 7. Klassen selbstgebastelte Mittelalterarmbänder, bunt ausgemalte Bilder, übergroße Spielfelder und lustige Bilder hinter einer Fotowand. Mittelalterliches Brot und schaurige Mäusecocktails sorgten für die nötige Energie zwischendurch. Begleitet wurden die Schüler also mit viel Freude. Die fast 50 Mädchen und Jungen teilten sich in 6 kleine Gruppen auf und für jedes Thema hatten sie 30 Minuten Zeit. Für uns „Lehrer“ bedeutete das 6 Durchläufe zu meistern, bei denen wir unsere Informationen immer wieder neu und sorgfältig erklären mussten. Das forderte viel Konzentration und Disziplin. Doch nach der halben Stunde wurden Pausen eingerichtet, in denen wir und die Kinder neue Kraft tanken konnten. Dann wechselten sie in eine neue Themengruppe.

Für uns war unsere neue Position, das Lehrersein, eine sehr neue und schöne Erfahrung. Mit jüngeren Schülern zu arbeiten bereitete uns viel Spaß. Letztendlich lernten nicht nur sie von uns, auch wir festigten unser Wissen von einer Gruppe zur anderen. Und seien wir ehrlich, von „den Großen“ zu lernen ist doch manchmal viel interessanter, als den Lehrern zuzuhören! Wir sehen diesen Tag als sehr gelungen und möchten uns bei den 7. Klassen für die Konzentration und Disziplin bedanken! Ebenfalls danken wir Frau Kuprat für diese schöne Idee und die vielen Erfahrungen, die wir sammeln konnten. Es bereitete uns viel Spaß und wir hoffen, dass wir so eine Chance bald wieder bekommen!