Interkultureller Kaffeeklatsch

In diesem Schuljahr konnten wir, dank der ehrenamtlichen Unterstützung von Eltern und Schülern, einige Begegnungen mit Flüchtlingen aus Ribnitz-Damgarten schaffen. Im Vordergrund standen hierbei der Austausch und das Kennenlernen. Auftakt der Begegnungen war der Besuch von 18 syrischen Geflüchteten zu einem Weihnachtskonzert an unserem Gymnasium. Da die Konzerte ein Stück weit die Thematik Flucht aufgriffen, war der Abend für alle Beteiligten ergreifend und emotional.

Syrische Schülerinnen der Bernsteinschule waren zu Gast an unserer Schule. In mehreren Treffen wurde gespielt, sich ausgetauscht, kennen gelernt und gegessen. Highlight war das letzte Treffen, bei dem wir syrische Spezialitäten kosten durften, die unsere Gäste eigens für uns gefertigt hatten.

Wie so oft, war die Zeit einfach zu knapp, so dass wir einige geplante Dinge noch gar nicht umsetzen konnten. Eine Weiterführung des interkulturellen Kaffeeklatsches ist geplant.

Wir bedanken uns herzlich bei der Ehrenamtsstiftung MV, die die Umsetzung des Projektes durch ihre Förderung ermöglicht hat!

Europatag am RWG

Am 27.4.2016 fand der alljährliche Europa-Tag der Klassenstufen 10 und 11 statt, welcher von jungen, ehrenamtlichen Mitarbeitern des "Netzwerks für Demokratie und Courage" der Hansestadt Rostock durchgeführt wurde. Die Themen, die dieses Jahr behandelt wurden waren vor allem die Flüchtlings- und Asylpolitik, sowie Rassismus im Allgemeinen und vor allem in Bezug auf die Flüchtlinge. Nach einem kurzen Kennenlernen- und Erwärmungsprogramm klärten wir den lateinischen Begriff Migration und die wichtigsten, sowohl positiven und somit freiwilligen als auch die negativen und unfreiwilligen Gründe, die zu einer Migration führen. Mithilfe eines kleinen Spieles, das wir anschließend spielten, stellten wir die Bevölkerungs-, Reichtums- und Flüchtlingsverteilung dar,wobei auffiel, dass unsere Vorstellungen stark von der Realität abwichen. In einer darauffolgenden Diskussion besprachen wir noch mögliche Änderungsvorschläge für die oben genannten Punkte und fassten diese zusammen. 
Um den Alltag in den Flüchtlingsunterkünften kennen zu lernen sahen wir im Anschluss zwei kleine Filme und lasen Kurzbiografien, die wir uns daraufhin gegenseitig vorstellten. Dies waren jedoch weder neue, noch interessante Informationen, sodass die Diskussion ohne neue Erkenntnisse endete. Die daraus resultierenden Ergebnisse visualisierten wir mittels einer Präsentation an einem Pinboard.

Im letzten Unterrichtsblock beschäftigen wir uns mit Rassismus und den verschiedenen Ebenen, in die dieser eingeteilt werden kann. Aufgrund einer sehr merkwürdigen Definition des Begriffs "Rassismus" und der nicht Toleranz beziehungsweise Akzeptanz anderer Meinungen, verlief die darauf folgende Arbeitsphase eher einseitig. So wurde uns erzählt, es gäbe keine "Rassen" bei den Menschen und Rassismus sei gegenüber den Weißen nicht möglich, wobei die Frage offen blieb, wie denn Rassismus bei dem nicht Vorhandensein von Rassen überhaupt möglich sei. Anschließend wurden uns die verschiedenen Ebenen des Rassismus erläutert. So gibt es die institutionelle Ebene (Gesetze, racial profiling,...), die individuelle Ebene (zwischenmenschliche Interaktionen) und die gesellschaftliche Ebene (Witze, Darstellung in Medien, Werbung,...). Bei der anschließenden Fragerunde, bei welcher die Fragen, die wir am Anfang der Stunde gestellt hatten und die im Laufe des Projekttages aufgekommen waren, beantwortet wurden, wurde erneut ungenügend auf die Schüler eingegangen, woraufhin der Eindruck entstand, die Leiter des Projektes wären mit den Schülern und der gesamten Situation überfordert. Nach einem sehr kurzen und eher unproduktiven Feedback endete der Europa-Tag für die 10. Klassen und sie wurden in die Pause entlassen.