Ausfall der Telefonanlage

Seit dem 13.07.2015 ist die schulische Telefonanlage vollständig ausgefallen. Wir sind daher nicht mehr telefonisch oder per Fax erreichbar. Bitte nutzen Sie das Kontaktformular der Homepage oder die E-Mail-Adresse der Schule, um mit uns in Kontakt zu treten.

Klassenfahrt der 9/2 nach Schwerin

Vom 13.07. bis zum 15.07.2015 waren wir, die Klasse 9/2, zusammen mit Frau Richter und Frau Polz auf Klassenfahrt in Schwerin.

Am Montagmorgen ging es gegen 8 Uhr mit dem Zug aus Ribnitz los. In Schwerin angekommen, hatten wir zuerst unsere Zimmer in der Jugendherberge bezogen, bevor wir dann eine Stadtrundfahrt mit dem Petermännchen machten. Danach durften wir eigenständig Schwerin erkunden. Am Abend haben wir den ersten Tag unserer Klassenfahrt mit einem Kinobesuch abgerundet.

Dienstags begann unser Tag mit einem Besuch in der Sternwarte Schwerin. Dort haben wir uns nach einem bereits sehr anschaulich dargestellten Vortrag über den Sternenhimmel ein astronomisches Fernrohr angesehen. Den Nachmittag verbrachten wir mit einer Führung durch das Schweriner Schlosses und einer Fahrt mit der Weißen Flotte auf dem Schweriner See. Diesen Tag ließen wir abends beim gemeinsamen Grillen und Geschichten erzählen ausklingen.

Am Mittwoch stand dann leider bereits unsere Abreise bevor. Nach dem Frühstück packten wir dann die Koffer und gegen 9 Uhr verließen wir die Jugendherberge. Bis 14 Uhr erkundeten wir nochmals eigenständig die Stadt, bevor es dann mit dem Zug zurück nach Ribnitz ging.

Ein Schuljahresrückblick der Klasse 11/4 mit einem besonderen Höhepunkt: Unsere STUDIENFAHRT NACH NIZZA

Anfang des Schuljahres flogen Ideen durch die Klassenzimmer: Namen von fernen Ländern, schönen Städten, von unbekanntem Terrain, das immer schon bereist werden wollte. Auf einmal kam die Studienfahrt in reale Nähe, die alljährliche Fahrt der 11. Klassen, von denen man schon die verrücktesten Geschichten gehört hatte.

Studienfahrt – „eine Reise unter bildender oder wissenschaftlicher Leitung und Zielsetzung“. Was läge da also näher für die Fremdsprachenkurse, als ins fremdsprachige Ausland zu reisen? Und so fassten die „Franzosen“ ein Ziel ins Auge, dem sich bald schon die „Engländer“ anschlossen: Nizza, die berühmte Stadt an der Côte d’Azur.

Eine gefühlte Ewigkeit verging nach dieser Entscheidung, gefüllt mit vielen Vorbereitungen, Recherchen und der Organisation des Reiseprogramms. Schnell war es Mitte März und alles sollte in die Realität umgesetzt werden.

Am 23. März stiegen wir dann in aller Frühe in einen Bus gen Hamburg, der die erste Etappe auf unserer Reise nach Nizza sein sollte. Wenig später boardeten wir am Flughafen Hamburg, nachdem alle Koffer aufgegeben und alle Handtaschen durchleuchtet waren, den Flieger Richtung Süden. Die schneebedeckten Alpen an der Seite von azurblauem Wasser, die wir bald schon aus den Fenstern sehen konnten, machten klar: wir sind da!

Zunächst kamen wir erst einmal in unserem Hotel nahe des Stadtzentrums an. Die meisten ließen sich alsbald auf die Betten fallen, nach einer Anreise von über 1.230 km Luftlinie. Aber bald schon stand der erste Punkt unseres Programms an: ein Spaziergang zur berühmten Promenade des Anglaises, die nur einen relativ kurzen aber facettenreichen Fußweg vom Hotel entfernt war. Wir machten uns im Kollektiv auf und gingen entlang einer geschäftigen Einkaufsstraße in Abendstimmung zum ersten Mal dem Mittelmeer entgegen. Dort angekommen, wollten manche erst einmal in Ruhe die Eindrücke verarbeiten und setzen sich ans Wasser, viele gingen von dort aber im Rahmen der individuellen Freizeit auf die Suche nach einem guten Abendessen. In engen Gassen, die auf die reiche Geschichte dieser einst italienischen Stadt hinweisen, fand sich Essen für jeden Geschmack aus aller Welt. Gestärkt und wieder zusammen fuhren wir bald wieder zurück zum Hotel, den Schlaf schon ersehnend.

Am nächsten Morgen hieß es: Auf nach Antibes!


Antibes ist eine kleine, wirklich schöne und als Urlaubsziel beliebte Stadt ein Stück westlich von Nizza. Bekannt ist sie dafür, dass sie einige Zeit den berühmten Künstler Pablo Picasso beheimatete. Das nach ihm benannte Museum im Château Grimaldi besuchten wir während unseres Besuches auch, in dem wir Einblick in Picassos Schaffensperioden und die Motive, die er realisierte, während er in Antibes arbeitete, bekamen. So waren dort Bilder seiner Blauen und Rosa Periode wie auch Gemälde des Kubismus zu sehen. Dies alles ließ sich durch die einführenden Worte von Jonas Paetsch und Swantje Pieper viel besser erkennen. Neben der Dauerausstellung, die bei den meisten positiven Anklang fand, gab es eine weitere Ausstellung im Museum, deren Minimalismus ehr kontrovers innerhalb unseres Kurses diskutiert wurde. Ebenso besuchten wir den Provenzalischen Markt mit seinen regionalen Köstlichkeiten, viele berühmt in ganz Frankreich und uns auch aus dem Französischunterricht bekannt. Am späten Nachmittag machten wir uns mit dem Zug, den wir auch schon auf den Weg dorthin genommen hatten, auf die Rückfahrt nach Nizza, wo wir am frühen Abend noch ein wenig die Stadt erkunden konnten.

 

Der nächste Tag stand im Zeichen des für sein Reichtum und sein Fürstenhaus berühmten Stadtstaat Monaco. Ein Begriff war dieses Fürstentum für uns alle schon vorher, hat man ihn doch schon oft im Kontext von Autorennen und royalen Hochzeiten gehört. Selbst da gewesen sind bis zu dem Tage nur die wenigsten, dabei hat der nach dem Vatikan zweitkleinste Staat der Erde viel zu bieten. Ein eindrucksvoller Wachablösung vorm Fürstenpalast gehörten neben dem exotischen Freiluftgarten Jardin Exotique und dem prunkvollem Yachthafen nur zu ein paar der vielen Attraktionen, die uns, ganz verschieden nach Interessen, dort anzogen. Stets präsent war die Größe von Monaco. Aufgrund des kleinen verfügbaren Baulandes geht der Bauboom dort schon seit langem in die Höhe – Hochhäuser und Häuserschluchten sind die Folge. Auch schien bei unserem Besuch damit noch nicht abgeschlossen gewesen zu sein: mehrere Baustellen sind uns während unseres Besuches dort aufgefallen. Dennoch hat Monaco einen besonderen Charme –alles ist chic, die Straßen sind hübsch begrünt und spenden Schatten, während man an Geschäften, die Privatjets zum Verkauf anbieten, vorbeiläuft. Der Besuch dieses an Kuriositäten reichen Zwergstaates war definitiv ein sehr prägendes und aufschlussreiches Erlebnis unserer Studienfahrt.

 Wenn Monaco zwar einen gewissen Charme hat – er war nichts im Vergleich zu der Schönheit, die uns der mittelalterliche Ort Èze bot, den wir am folgenden Tag besuchten. Begonnen haben wir den Tag damit, dass wir nach dem Frühstück zum Archäologischen Museum von Nizza gingen, das nur einen kurzen Aufstieg von unserem Hotel entfernt war.

Die dortigen Relikte aus Römischen Zeiten, zum Beispiel antike römische Badeanlagen und ein Amphitheater, boten einen imposanten Einblick in die Geschichte dieser schon immer begehrten Stadt am Mittelmeer. Nach dem Besuch des Museums stiegen wir in den Bus, der uns – nach einer unverhofften Pause im prallen Sonnenschein durch eine falsche Busverbindung – in den schon oben genannten Ort Èze brachte. Allein die Anfahrt nach Èze bestach mit wunderbaren Ausblicken auf Nizza und die bald schon schroffe Küste. Èze Village selbst lag in fast 430m Höhe über dem Mittelmeer und faszinierte mit der sich an einen kleinen Berg klammernden mittelalterlichen Altstadt. Bekannt ist Èze, wie auch die gesamte Region um Nizza, unter anderem auch für ihre Parfümerien. Die Filiale einer der ältesten Parfümerien –Fragonard- besuchten wir dort und erhielten auf Französisch in einer geführten Tour Einblicke in den Herstellungsprozess vom Blütenblatt zum Duftwässerchen. Interessant war auch der interaktive Teil, in dem wir unbeschriebene Duftproben dazugehörigen Bildern zuordnen sollten – wie sich herausstellte, täuscht der Geruchssinn doch häufiger, als man denkt.

Anschließend hatten wir Zeit, die autofreien Gassen von Èze zu erkunden und den weiten Ausblick aufs Mittelmeer zu genießen. Durch zahlreiche Schilder, die wir an einem steinigen Wanderweg entdeckten, fanden wir heraus, dass der berühmte Philosoph und Dichter Friedrich Nietzsche dort im Winter 1883/84 residierte und an einem seiner Werke schrieb. Ein besonderer Höhepunkt für manche von uns war der Besuch des Exotischen Gartens an der Spitze des Altstadtberges, in dem man außergewöhnliche Pflanzen bestaunen konnte und zudem den mit Abstand imposantesten Ausblick auf das Mittelmeer, die umliegenden Steilküsten und die angrenzenden Seealpen haben konnte. Mit diesen Eindrücken überflutet machten wir uns in der Abenddämmerung auf den Rückweg nach Nizza. Etwas melancholisch realisierten wir, dass uns bereits die letzte Nacht auf Studienfahrt bevorstehen sollte.

 Der nächste Morgen barg trotzdem noch zahlreiche Möglichkeiten, Nizza zu erkunden. Die gesamte Studienfahrt versuchten wir durch das vorher erstellte Programm eine gute Balance zwischen der Großstadt Nizza und den umliegenden Kleinstädten zu halten, um so einen möglichst umfassenden Eindruck von der südfranzösischen Landschaft und Kultur zu bekommen. Der letzte Vormittag stand jedoch vollkommen im Zeichen von Nizza. Viele entschieden sich, wie auch schon an den vorherigen Tagen während der individuellen Freizeit, einige der zahlreichen Kunstmuseen von Nizza zu besuchen. Das Schaffen berühmter Künstler wie Marc Chagall und Henri Matisse fand zum Teil in Nizza und Umgebung statt, weshalb diesen Künstlern verschiedene Museen der Stadt gewidmet wurden – Grund genug, sie zu besuchen. Anderen genossen den warmen, sonnigen Tag vor unsere Rückreise ins spät-winterlich graue Norddeutschland, indem sie durch die Altstadt von Nizza schlenderten, die mediterrane Architektur auf sich wirken ließen und den Blumenmarkt im Cour Salaya besuchten.

Am Nachmittag stiegen wir mit gemischten Gefühlen ins Flugzeug zurück nach Hamburg. Leider ereilte uns am zweiten Tag auf der Studienfahrt eine tragische Nachricht, die uns tief traf. Der Absturz von Germanwings-Flug 9525, bei dem 150 Menschen in der direkten Umgebung von Nizza in den französischen Seealpen starben, erschrak uns ebenso sehr mit wie die gesamte Welt. Trotz aller Rationalität und Vertrauen in die Luftfahrt stiegen auch wir wie tausende andere Luftreisende in den Tagen der Unklarheit mit einem mulmigen Gefühl ins Flugzeug und gedachten der Opfer dieser Katastrophe. Wenig später landeten wir sicher und dankbar in Hamburg und traten die letzte Etappe unserer Rückreise wieder per Bus an.

 

Die Studienfahrt nach Nizza war im Sinne einer „Reise mit bildender Zielsetzung“ sehr erfolgreich und hat uns sehr viel Freude und Spaß bereitet. Wir konnten Nizza und Umgebung in all ihrem Facettenreichtum erkunden. So lernten wir über die vielfältige und abwechslungsreiche Geschichte der Stadt, über die dort damals wie heute blühende Kunst und generell über das Leben in dieser südfranzösischen Region. Die Schüler des Französisch-Kurses konnten teilweise zum ersten Mal ihre Kenntnisse in einem realen Umfeld erproben und wir waren durchaus erstaunt, wie viel die Sprachkenntnisse weiterhelfen konnten und wie einfach letztendlich zwischenmenschliche Kommunikation trotz der natürlichen Imperfektion eines Nicht-Muttersprachlers ist. Es war eine für den weiteren Lernprozess durchaus bestärkende und motivierende Erfahrung. Auch der Besuch der römischen Ruinen ermöglichte es uns, das in Geschichte Gelernte in einen realen Kontext zu setzen. Das Betrachten von Gemälden berühmter Künstler, die man in Kunst bereits besprochen und analysiert hat, war ein durchaus faszinierendes Erlebnis. Die Erfahrungen und Erkenntnisse der Studienfahrt werden sicherlich noch öfter von Nutzen in unserer weiteren Zeit an der Schule wie auch in unserem weiteren Leben sein.

 Abschließend möchten wir unseren begleitenden Lehrerinnen danken, die maßgeblich am Gelingen der Studienfahrt beteiligt waren. Merci beaucoup à Mme. Aschmutat et Mme. Will.

 

Ein kleines Revival der französischen Lebensweise organisierten wir uns zum Schuljahresabschluss in der Küche des Bildungszentrums. Einen ganzen Vormittag probierten wir uns an verschiedenen Rezepten aus und es gelang uns, gegen Mittag ein mehrgängiges Menü zu erstellen mit selbstgebackenem Baguette. Das Timing mit Vorspeisen, Hauptgang und Dessert war perfekt und es hat allen hervorragend geschmeckt. Gemeinsam Kochen und Essen verbindet. Gestärkt als Gruppe sehen wir dem neuen Schuljahr entgegen.

 

Klasse 11/4